Forschungsergebnisse des
Fachbereichs Hydrogeologie und Umwelt

des Instituts für Geologie der Universität Würzburg
   
 

Methoden zur Bestimmung des Wasserhaushalts von Deponieabdeckungen

Bernhard Schäfers


Der Wasserhaushalt einer Deponieabdeckung hängt in erster Linie von den Niederschlagsmengen ab. Je nach Exposition zu Wind und Sonne wird ein großer Teil des Wassers wieder verdunsten, der restliche Teil fließt ab. Der Abfluss kann als Oberflächenabfluss oder Interflow. Diese beiden Faktoren werden durch Flora und Fauna sowie von den Witterungsbedingungen (Frost, Starkregenereignisse, Durchwurzelungsgrad der Rekultivierungsschicht usw.) stark beeinflusst. Ebenso wichtig sind die bodenphysikalischen Parameter. Die pflanzenabhängige nutzbare Feldkapazität beispielsweise steuert in entscheidender Weise die aktuelle Verdunstung. Ein kleiner Teil des Wassers kann auch in den Deponiekörper eindringen.

Um die Größenordnungen dieser einzelnen Faktoren feststellen zu können, sind Messungen von Niederschlag, Verdunstung und Wasserabfluss nötig. Bisher sind aber keine befriedigenden Systematiken entwickelt worden, mit denen festgestellt werden könnte, was mit dem Wasser in der Abdeckung geschieht. Das Projekt hat zum Ziel, Methoden zur Bestimmung des Wasserhaushalts von Deponieabdeckungen zu entwickeln. Diese Methoden sollen ein Monitoring über Jahre hinweg ermöglichen. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen verschiedene Arten der messtechnischen Überwachung getestet werden.

Mit Hilfe von Simulationsprogrammen wird der Wasserhaushalt der Oberflächenabdichtung modelliert. Die gewonnenen Daten aus dem Testfeld stellen Datengrundlagen für die Kalibrierung dieser Wasserhaushaltsmodelle dar. Zusätzlich ermöglichen die Modellergebnisse die messtechnische Optimierung sowie die Verifizierung der Eingangsparameter. Letztendlich sollen die Ergebnisse dieses Projekts eine in-situ-Überwachung des Wasserhaushalts einer Deponieoberflächenabdichtung bewerkstelligen.

Projekt gefördert im Rahmen von BayFORREST (Projekt F153)


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