HU - Hydrogeologie und Umwelt

Zeitschrift des Lehr- und Forschungsbereichs Hydrogeologie und Umwelt (ISSN 09309-3757)

Redaktion: BGI, Greisingstr. 8, D-97074 Würzburg

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Heft-Nr. 26 (2001)

Hydrochemistry and Isotope Hydrology of Groundwater Resources in the Hammad Basin (Jordan)
[Hydrochemie und Isotopenhydrologie des Hammad Beckens (Jordanien)]

Obeidat
, Mutewekil (2001), 177 S., 88 Abb., 57 Tab., 2 Anl.

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Zusammenfassung



Heft 26: 

Hydrochemistry and Isotope Hydrology of Groundwater Resources in the Hammad Basin (Jordan)

[Hydrochemie und Isotopenhydrologie des Hammad Beckens (Jordanien)]

Mutewekil Obeidat


Kurzfassung:
Im Hammad-Becken wurden die Hydrochemie sowie die Isotope des Grundwassers untersucht. Drei Aquifer-Einheiten mit unterschiedlichen hydrochemischen und isotopischen Charakteristiken wurden identifiziert. Das Grundwasser aus dem Rijam-Aquifer des oberen Systems kann im Bereich Muqat-Ruweishid und im nordwestlichen Hammad als Frischwasser und im den anderen Bereichen des Untersuchungsgebiets als Brackwasser bezeichnet werden. Die Grundwässer der Amman-Ajlun- und triassischen Aquifere werden als brackisch eingestuft. Der Temperaturgradient des Rijam- Grundwassers wurde mit 3.7 °C/100 m berechnet. Die Grundwasservorkommen konnten in vier Hauptgruppen eingeteilt werden, die sich voneinander in ihren Hauptanionen und -kationen sowie der Gesamtmenge der gelösten Bestandteile unterscheiden.
Es wurden vier geochemische Mixing-Modelle des Rijam-Grundwassers mit Sturzflutwasser entwickelt. Die Ergebnisse der Simulationen zeigen, daß sich die Grundwasserqualität mit zunehmendem Mischungsanteil an Sturzflutwasser verbessert. Der überwiegende Anteil des Grundwassers liegt unterhalb der Global Meteoric Water Line (GMWL) und weit entfernt von der Mediterranean Meteoric Water Line (MMWL). Das legt den Schluß nahe, daß die Wässer alt sind und unter anderen Klimabedingungen als denen des Mittelmeerraumes gebildet wurden. Die Gehalte an stabilen Isotopen sind in den Grundwässern der triassischen und Amman-Ajlun-Aquifere in Vergleich zum Rijam-Aquifer vermindert. Der tiefe Hammad-Brunnen (Amman-Ajlun-Aqufer) hat die niedrigsten jemals in Jordanien gemessenen Werte an stabilen Isotopen.
Abgesehen vom Grundwasser des Rijam-Aquifers im ungespannten Bereich sind die Grundwasservorkommen im Hammad- Becken tritiumfrei. Das ist nur bei einer Neubildung vor 1952 möglich. Das übliche Alter des Rijam-Grundwassers reicht von 22000 bis über 48000 Jahren vor heute. Das Grundwasser des Rijam-Aquifers aus dem Bereich Muqat-Ruweishid hat ein geringeres übliches Alter als das Wasser in anderen Bereichen des Untersuchungsgebiets und im selben Aquifer. Dieses Grundwasser erhält sein Tritium durch Mischung von altem mit jungem Wasser. Generell läßt sich sagen, daß das im Bereich des Untersuchungsgebiets geförderte Grundwasser kein vor kurzem neugebildetes Wasser enthält und zum überwiegenden Teil aus Paläowasser, daß während der Pluvialzeit gebildet wurde, besteht. Durch Nutzung von Isotopen- Methoden wurde die Mischung von zwei Wässern nachgewiesen. Das berechnete Mischungsverhältnis liegt bei ca. 50 %.
Die Grundwasserneubildung im oberen Aquifer-System wurde mit Hilfe des Computerprogramms MODBIL (Udluft, 1994) auf 1.1 mm/a errechnet, was 1.48 % der Langzeitniederschlagsmenge entspricht. Die Neubildungsabschätzung mit Hilfe der Chlorid-Methode führte zu einem Durchschnittswert von 0.11 mm/a. Grundwasser aus dem ungespannten Bereich des östlich des Hammad-Beckens gelegenen Rijam-Aquifer enthielt in der Modellierung junges Wasser mit einem Anteil von 1.5 bis 3 %.
Mit Hilfe von GIS wurden Höhen- und Hangneigungsmodelle des Untersuchungsgebiets erstellt. Die unterschiedlichen chemischen und Isotopen-Daten wurden in Bezug auf Geologie, Grundwasserhöhen und –fließrichtungen dargelegt und eingepaßt.


Veröffentlichung auf: englisch, english abstract





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