HU - Hydrogeologie und Umwelt

Zeitschrift des Lehr- und Forschungsbereichs Hydrogeologie und Umwelt (ISSN 09309-3757)

Redaktion: BGI, Greisingstr. 8, D-97074 Würzburg

Inhalt ... Bestellung
 
 
Heft-Nr. 19 (2000)



Kurzfassung



Heft 19: 

Environmental Assessment and Optimization of Groundwater Resources Using Integrated Finite Element Flow and Solute Transport Modeling Combined with G.I.S. Technique.

[Bewertung und Optimierung von Grundwasservorkommen unter Verwendung eines GIS-gekoppelten Fließ- und Schadstoffmodells]

Tareq Al-Zabet


Kurzfassung:
Bedingt durch Überpumpen im AWSA Brunnenfeld sank der Grundwasserspiegel des Azraq-Beckens, das Amman (Jordanien) mit Trinkwasser versorgt, dramatisch ab und erste Anzeichen von Versalzung traten auf. Das dafür verantwortliche Salzwasser bewegt sich aus dem Beckeninnern (Qa-Azraq) in Richtung auf das Brunnenfeld zu. In dieser Untersuchung wurde ein gekoppeltes Fließ- und Schadstoffmodell entwickelt, mit dem die Dimension und das Verhalten des Salzwassers untersucht werden kann. Die Studie zeigt, daß das Salzwasser durch Barrieren auf das Top der Quartären Sedimente in Qa-Azraq begrenzt ist und daß ein Kontakt zwischen Süßwasser und Salzwasser (mixing-interface) besteht. Die Absenkung führte nun dazu, daß sich das Salzwasser zunächst, sobald es die vertikalen Barrieren überwunden hat, in horizontaler Richtung und dann unter dem Einfluß seiner höheren Dichte vertikal bewegt. Gegenwärtig fließt es in Richtung des Brunnenfeldes. Die Brunnen, die Qa-Azraq am nächsten liegen, zeigen einen stetigen Salinitäts-Anstieg. Die Ergebnisse des Schadstoffmodells zeigen, daß sich bei Beibehaltung der heutigen Entnahmemenge (1998: 66*106 m3/Jahr) das Salzwasser weiterbewegen und in ca. 500 - 2000 Jahren das Brunnenfeld erreichen wird. Pessimistische Szenarien lassen erkennen, daß eine erhöhte Entnahme aus dem Brunnenfeld oder dem nördlich davon gelegenen Gebiet eine verstärkte Absenkung und ein Trockenfallen mehrere Brunnen in der Umgebung der Quellen im östlichen und zentralen Azraq zu Folge haben wird. In optimistischen Szenarien wird eine Entnahmemenge von 16 - 18*106 m3/Jahr an Grundwasser aus dem oberen Aquifer-System als sichere Ausbeute angesehen. Bei der Simulation von Wasser-Zugabe in die Brunnen werden Quellen und Feuchtgebiete wiederhergestellt; gleichzeitig wird eine vertikale "Sperre" gegen die Salzwasserintrusion errichtet. Jedes wasserwirtschaftliche Konzept im Azraq-Becken sollte daher als ein wichtiger Teil eines gesamtwirtschaftlichen Rahmenplans angesehen werden.


Veröffentlichung auf: englisch; english abstract





16.- € Heft bestellen

 



Webmaster: Joachim Mederer - IMPRESSUM