HU - Hydrogeologie und Umwelt

Zeitschrift des Lehr- und Forschungsbereichs Hydrogeologie und Umwelt (ISSN 09309-3757)

Redaktion: BGI, Greisingstr. 8, D-97074 Würzburg

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Heft-Nr. 13 (1997)



Inhalt



Heft 13: 


INHALT - 2. Würburger Hydrogeologisches Kolloquium:


INHALT - 3. Würburger Hydrogeologisches Kolloquium:


Veröffentlichungen auf: deutsch



Kurzfassungen - 2. Würzburger Hydrogeologisches Kolloquium




Heft 13, S. 1-7: 

Standortsuche für Mülldeponien: Mitwirkung der Hydrogeologen an den Wasserwirtschaftsämtern

U. Kleeberger


Schlagwörter:
Mülldeponien, Hydrogeologie, Wasserwirtschaftsämter, Bayern

Kurzfassung: Dargestellt werden die Verfahrensschritte einer Deponiestandortsuche in Bayern. Die Beteiligung der Wasserwirtschaftsämter und hier besonders der Hydrogeologen an den Ämtern wird vorgestellt. An konkreten Beispielen aus den Landkreisen Nürnberger Land und Erlangen/Höchstadt werden Probleme aufgezeigt und diskutiert, die aus der Sicht einer Fachbehörde im Laufe der Verfahrensschritte auftreten können.

Veröffentlichung auf: deutsch




Heft 13, S. 9-19: 

Grundwassereinzugsgebiet und Trinkwasserschutzgebiet

G. Koschel


Schlagwörter:
Grundwassereinzugsgebiete, Trinkwasserschutz

Kurzfassung: Flächendeckender Allgemeiner Grundwasserschutz findet seine Begründung in verschiedenen Bundesgesetzen und Verordnungen und ist in Bayern auch landespolitisch gewollt. Gleichwohl gibt es hier Vollzugsdefizite, die sich heute in Langzeitbelastungen des Grundwassers, z.B. mit Nitrat und Pestizidrückständen, äußern. Gezielte Abhilfemaßnahmen setzen zweckmäßigerweise in den Grundwassereinzugsgebieten belasteter Wassergewinnungsanlagen an, vom mittelfristigen Ziel einer landesweit flachendeckenden Sanierung der GwVorkommen darf dies aber nicht ablenken. Doch selbst ein einwandfreier Allgemeiner Grundwasserschutz ist nicht imstande, auch unvermeidbare Gefährdungsrisiken im empfindlicheren Teil von Grundwassereinzugsgebieten ausreichend zu begrenzen. Hier sind besondere Vorsorgen notwendig, die entsprechend erhöhten Anforderungen sind in einer eigenen Rechtsverordnung festzulegen. Deren Geltungsbereich, das Wasserschutzgebiet, muß nach hydrogeologischen Kriterien bestimmt werden.

Veröffentlichung auf: deutsch




Heft 13, S. 21-29: 

Anforderungen an die Antragsunterlagen zur Ausweisung von Heilquellenschutzgebieten

B. Pitschka


Schlagwörter:
Heilquellen, Schutzgebiete

Kurzfassung: Die speziellen und differenzierten Rahmenbedingungen bei Heilquellen stellen erhöhte Anforderungen an die Ausarbeitung in wasserrechtliche Verfahren zur Ausweisung von Heilquellenschutzgebieten. Die üblicherweise den Antragsunterlagen zugrunde liegende Verordnung gem. WPBV reicht dazu nicht oder nur bedingt aus. Darüber hinaus sind insbesondere die fachlichen Ausarbeitungen so zu begründen, daß sie fachlichen Prüfungen standhalten und jederzeit nachvollziehbar sind. Als Arbeitsgrundlage sind prinzipiell die Richtlinien für Heilquellenschutzgebiete (Anlage 40.1.3. VwVBayWG) empfohlen.

Veröffentlichung auf: deutsch




Heft 13, S. 31-50: 

Der Einfluß intensiver Landwirtschaft auf das Grundwasser am Beispiel der Bugquelle bei Homburg a. Main - natürliche Voraussetzungen, Sanierungskonzept

W. Schneider


Schlagwörter:
Nitratbelastung, Muschelkalk, Stickstoffreduzierung

Kurzfassung: Die Bugquelle bei Homburg a. Main stellt mit ihrem Erschließungspotential von mehr als 1,0 Mio. m3/Jahr ein Grundwasservorkornmen von regionaler Bedeutung dar. Die Quelle weist jedoch seit über 15 Jahren hohe Nitratbelastungen auf, die größtenteils über dem Grenzwert der Trinkwasserverordnung liegen. Das Einzugsgebiet liegt in einem Karstaquifer des Muschelkalkes. Analysen der Schüttungsmenge und des Nitratgehaltes zeigen eine deutliche Abhängigkeit dieser beiden Faktoren in der Quelle. Bei Starkregenereignissen findet eine Nitratverlagerung in tiefere Bereiche des Grundwassers statt. Die Verlagerungsgeschwindigkeiten sind in weiten Teilen des Einzugsgebietes nach Analyse von Bodenprofilen sehr hoch. Dem Nitratauswaschungsproblem ist nur durch gezielte Düngerreduzierung beizukommen. Für die Engere Schutzzone und angrenzenden Teile in der Weiteren Schutzzone mit sensiblen Böden wird eine N-Düngerminderung von 10-20% gefordert. Es werden zwei Beispiele für die daraus folgenden Ausgleichszahlungen dargestellt sowie die Auswirkungen auf den Wasserpreis erläutert.

Veröffentlichung auf: deutsch




Heft 13, S. 51-55: 

Neufassung der Richtlinien für Heilquellenschutzgebiete durch die LAWA

W. Wenger


Schlagwörter:
Heilquellen, Schutzgebiete

Kurzfassung: Die Richtlinien für Heilquellenschutzgebiete werden derzeit durch eine ad-hoc-Arbeitskreis der LAWA (Länderarbeitsgemeinschaft Wasser) fortgeschrieben und den geänderten Voraussetzungen im Umweltrecht und neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen angepaßt. Basierend auf einer hydrogeologischen Typisierung der Heilquellen, werden die Anforderungen an den Heilquellenschutz differenzierter als bisher am Schutzpotential des Untergrundes orientiert.

Veröffentlichung auf: deutsch



Kurzfassungen - 3. Würzburger Hydrogeologisches Kolloquium



Heft 13, S. 57-61: 

Umweltschonende Landbewirtschaftung zum Schutz der mittelfränkischen Trinkwasservorräte, Rahmenkonzept

A. Bock


Schlagwörter:
Nitrat, Düngung, Trinkwasser, Mittelfranken

Kurzfassung: Die Nitratproblematik in Mittelfranken erfordert geeignete Maßnahmen zum Schutz der Trinkwasservorräte. Ein Rahmenkonzept soll die Möglichkeit für eine Zusammenarbeit von Wasserversorgern und Landwirten auf freiwilliger Basis aufzeigen und die Arbeit von Behörden und Versorgungsunternehmen erleichtern. Aufgrund standortspezifischer Faktoren erfordert das Rahmenkonzept eine fallgerechte Anpassung.

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Heft 13, S. 63-71: 

Leukämie- und Lymphom- Nester: Besteht ein hydrogeologischer Einfluß?

F. Curio


Schlagwörter:
Leukämie, Krebs, Hydrogeologie

Kurzfassung: Es wird über die im Frankenwald gemachte Beobachtung berichtet, daß Leukämien und mit ihnen verwandte Lymphome bei einer Beobachtungszeit von 40 Jahren teilweise in eng begrenzten innerörtlichen Arealen von 75-100 m Durchmesser immer wieder vorkommen. Die genannten Areale besitzen eine hydrogeologische Gemeinsamkeit: Es handelt sich immer um (ehemalige) Sumpfgebiete, Hochmoore und Uferseiten oder alte Wasserläufe.

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Heft 13, S. 73-85: 

Zur Berücksichtigung der Dispersion bei der Ausweisung von Wasserschutzgebieten

A. E. Jakowski


Schlagwörter:
Dispersion, Karstgrundwasserleiter, Kluftgrundwasserleiter, Wasserschutzgebiet, Baden-Württemberg

Kurzfassung: Die Ergebnisse von mehr als 100 Markierungsversuchen aus verschiedenen Festgesteinsgrundwasserleitern Baden-Württembergs bieten umfangreiches Datenmaterial zum überregionalen Vergleich hydraulischer Parameter. Die Ergebnisse tragen zur Klärung der Frage bei, welche Rolle der Dispersion in Karst- und Kluftgrundwasserleitern zukommt. Es werden anwendungsorientierte Überlegungen angestellt, inwieweit die Dispersion bei der Ausweisung von Wasserschutzgebieten berücksichtigt werden kann.

Veröffentlichung auf: deutsch




Heft 13, S. 87-93: 

Energetische und balneologische Anwendungen der Geothermie

J. Ruhland


Schlagwörter:
Geothermie, Balneology

Kurzfassung: Geothermie findet zunehmend Interesse bei der Sicherstellung umweltfreundlicher Energie. Der Erschließung und Nutzung dieser regenerativen Energie werden allerdings durch die geologische Situation am potentiellen Standort wirtschaftliche Grenzen gesetzt.


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Heft 13, S. 95-106: 

Nachweis von Oberflächeneinfluss im Grundwasser mittels gewässerbiologischer Indikatoren

W.-D. Schmidt


Schlagwörter:
Mikrobiologische Indikatoren, Flußbettinfiltration

Kurzfassung: Anhand standorttypischer Mikroorganismen läßt sich der Einfluß von Oberflächengewässern auf das Grundwasser nachweisen. Es können Aussagen über die Wechselwirkung zwischen Grund- und Oberflächenwasser und grobe Angaben zur Aufenthaltsdauer von infiltrierendem Oberflächenwasser gemacht werden. Diese rasch durchzuführende Routinemethode wird bisher kaum verwendet.


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